Naturgefahrenschäden

Fördermöglichkeiten bei Naturgefahrenschäden

Sehr geehrte Damen und Herren!

Aufgrund der aktuellen Wetterlage und den damit einhergehenden Naturgefahrenschäden, möchte ich Sie als zuständiger Referent über entsprechende Fördermöglichkeiten informieren – gerade in solchen Fällen ist es meist wichtig, schnelle Hilfe gewährleisten zu können.

 

Aus diesem Grund finden Sie untenstehend eine Übersicht an Fördermöglichkeiten Seitens des Landes Kärnten.

  

  • Sofortmaßnahmen sind Maßnahmen, die bei Hochwasser-, Lawinen- und Erosionsereignissen der unmittelbaren Vermeidung von Schäden dienen oder deren Ausweitung entgegen wirken. Diese umfassen unter anderem die möglichst umgehende Räumung der Flüsse und Bäche und ihre Rückführung in das ursprüngliche Bett, die Behebung von örtlichen Ufer- und Dammschäden sowie die Sanierung von Rutschungen. Als Sofortmaßnahmen zählen auch Maßnahmen, die zur Wiederherstellung der vor einem Ereignis vorhandenen Funktionsfähigkeit von Schutzmaßnahmen bzw. die zur Wiederherstellung früherer Sicherheitsverhältnisse rasch erforderlich sind. Je nach Zuständigkeit können die GEMEINDEN Sofortmaßnahmen bei der Wildbach- und Lawinenverbauung Sektion Kärnten (https://www.bmnt.gv.at/forst/wildbach-lawinenverbauung/organisation-kontakt/SektionKaernten.html) oder der bei der Bundeswasserbauverwaltung Kärnten (www.wasser.ktn.gv.at) beantragt werden.

 

  • Beihilfen zur Behebung von durch Naturkatastrophen (Hochwasser, Vermurung, Lawinen, Schneedruck, Erdrutsch, Bergsturz, Orkan und Erdbeben) verursachten Schäden im Privateigentum werden über das „Kärntner Nothilfswerk" abgewickelt. Die Beantragung erfolgt bei der GEMEINDE, wo der Schaden aufgetreten ist. Weitere Infos: www.sicherheit.ktn.gv.at

  • Naturkatastrophenschäden an gemeindeeigenen Gebäuden oder Infrastruktur werden zu 50 Prozent durch den Katastrophenfonds des Bundes abgegolten. 

  • Bei Hang- und Oberflächenwasserproblemen können Förderungen aus dem Programm für ländliche Entwicklung 2014 – 2020 in Anspruch genommen werden. Damit können einerseits Gefahrenhinweiskarten sowie Planungs- und Managementgrundlagen erstellt und außerdem Kleinmaßnahmen zum Flächen- und Muldenrückhalt für Wasser und Sedimente umgesetzt werden. Weitere Infos dazu: https://www.ktn.gv.at/Verwaltung/Amt-der-Kaerntner-Landesregierung/Abteilung-10/Foerderungen/Forstwirtschaft/LE%202014-2020. Fachliche Unterstützung dazu gibt es vom Wasserbau-Kärnten (www.wasser.ktn.gv.at).

 

 

Alle oben angeführten Fördermöglichkeiten stehen zur Schadensminderung nach Naturgefahrenereignissen zur Verfügung. Der beste Schutz vor Naturgefahren ist aber die Vorbeugung.  Für Wildbäche, Lawinen und Flüsse gibt es Gefahrenzonenpläne die unter www.kagis.ktn.gv.at abrufbar sind.  Diese zeigen die Gefährdung für Gebäude und Infrastruktureinrichtungen. Auf Basis der Gefahrenzonenpläne werden Schutzprojekte erstellt. Aber bereits das Wissen über die Gefährdung und angepasstes Handeln hilft, Schäden zumindest zu reduzieren.

 

Mit besten Grüßen 
Ing. Daniel Fellner
Landesrat

 

AMT DER KÄRNTNER LANDESREGIERUNG

Landesrat Ing. Daniel Fellner
9021 Klagenfurt am Wörthersee, Arnulfplatz 1
T. +43 (0)50536-22401  F. +43 (0)50536-22400
E-Mail: daniel.fellner@ktn.gv.at
Homepage: www.ktn.gv.at